Blut & Name

Bastardnamen

Neun Namen für Kinder, die außerhalb einer Ehe geboren wurden — jeder benennt den Winkel der Karte, der sie hervorbrachte — und was es braucht, damit ein König den Makel tilgt.

Die neun Namen

Was ein Bastardname bedeutet

Ein Bastard ist, in den Augen von Göttern und Menschen gleichermaßen, ein Kind, geboren außerhalb einer vor den Sieben oder den alten Göttern geheiligten Ehe. Der Glaube hält sie für die Frucht von Wollust und Lüge und warnt, dass niederes Blut zu Verrat und Hochmut neige — eine Verleumdung, die das gemeine Volk wiederholt und die Hochgeborenen halb glauben.

Ein Bastard darf weder den Namen noch das Land seines Vaters führen. Stattdessen brandmarkt das Reich ihn mit einem von neun regionalen Nachnamen, sodass sein bloßer Name zugleich seine Schande und den Winkel der Karte verkündet, der ihn hervorgebracht hat. Er mag in der Halle seines Vaters aufgezogen werden oder in einer Hütte zurückgelassen — so oder so folgt ihm der Name bis ins Grab.

Doch die Grenze ist dünner, als die Septone vorgeben. Ein hochgeborener Vater fördert seinen Bastard oft unter dem eigenen Dach, und mehr als einer hat solch ein Kind mehr geliebt als seine trueborn Erben — was eben die Schwierigkeit ist, denn ein Bastard, zu hoch erhoben, lernt, das zu begehren, was ihm das Gesetz verwehrt.

Legitimierung & die Großen Bastarde

Nur ein König kann einen Bastard reinwaschen. Durch königlichen Erlass kann ein niedriggeborenes Kind legitimiert werden — mit dem Namen des Vaters bedacht, und damit mit einem Platz in der Erbfolge. Es ist ein Geschenk, das kaum ein König leichtfertig verleiht, denn es beunruhigt jeden Erben, der zuvor vor ihm stand.

Die bitterste Lehre des Reiches kam von Aegon IV., dem Unwürdigen genannt, der auf seinem Sterbebett im Jahr 184 n. A. E. jeden seiner zahlreichen Bastarde mit einem Federstrich legitimierte — die Großen Bastarde, wie die Geschichtsschreibung sie nennt. Daemon gab er das targaryische Schwert Schwarzfeuer, und damit einen Anspruch, den der Knabe für eine Krone hielt. Fünf Generationen von Schwarzfeuer-Rebellionen flossen aus jener einen sterbenden Laune — Beweis genug, dass ein König vorsichtig sein sollte, wen er seinen Sohn nennt.

QuellenASOSF&BTWOIAF

Bastarde von Rang

Diese Gabelungen nennen Tode, Enden und Wege, die in den Büchern noch nicht beschritten sind. Enthülle sie nur, wenn dir beide Wege bekannt sind — oder wenn du dich nicht fürchtest zu wissen.

Was sind die Bastardnamen in Game of Thrones?

Einem hochgeborenen Bastard wird je nach Region seiner Geburt einer von neun Namen gegeben: Schnee im Norden, Sand in Dorne, Stein im Grünen Tal, Blumen in der Weite, Hügel in den Westlanden, Pyke auf den Eiseninseln, Flus in den Flusslanden, Sturm in den Sturmlanden und Wasser in den Kronlanden.

Warum lautet Jon Schnees Nachname Schnee?

Schnee ist der Bastardname des Nordens, und Jon wuchs in Winterfell als der niedriggeborene Sohn Lord Eddard Starks auf. Ein Bastard darf weder den Namen noch die Ländereien seines Vaters tragen, sodass der regionale Name zugleich seinen Geburtsort und seinen Stand kennzeichnet.

Kann ein Bastard in Game of Thrones legitimiert werden?

Ja, doch nur durch königlichen Erlass — allein ein König kann einen Bastard in den Stand eines trueborn Kindes erheben und ihm den Namen des Vaters sowie einen Platz in der Erbfolge zusprechen. Aegon IV. legitimierte all seine Bastarde auf dem Sterbebett im Jahr 184 n. A. E., eine einzige Laune, die fünf Generationen Schwarzfeuer-Rebellionen säte.

Was bedeutet es, in Westeros ein Bastard zu sein?

Ein Bastard ist ein Kind, das außerhalb einer geweihten Ehe geboren wurde. Der Glaube brandmarkt ihn als Frucht der Wollust, und sowohl das gemeine Volk als auch die Lords glauben halb an die Verleumdung, niederes Blut neige zum Verrat — daher bleiben einem Bastard Name und Erbe des Vaters versagt, auch wenn ein hochgeborener Vater ihn dennoch in seiner eigenen Halle aufziehen mag.